„Dieses Kulturgedröhne widerspricht dem Prinzip der radikalen Geheimhaltung, mit dem wir die Vorzüge des Ruhrgebietes intern behandeln. Also alles, was da zum Vorschein kommen wird, hat definitiv mit der hiesigen Kultur nix zu tun. Die ist nämlich sub und erlischt im Augenblick ihrer Publikation. - Den hymnischen Grönemeyer, ob bei der WM 06 oder jetzt zu den Irgendwelche-Zugereisten-stecken-sich-noch-paar-Subventionen-auf-den-Kohlenpott-ein-Festspielen: nicht so meins. Immerhin besser, als wenn der andere Gröni aus festlichem Anlass in der Fußgängerzone ein paar Passanten operiert“ schreibt Friedrich Küppersbusch in seiner TAZ-Kolumne.
Damit wäre zu diesem Thema schon alles gesagt. Außer vielleicht, dass eine Live-OP in der Dinslakener Fussgängerzone, ausgeführt am Wendler und durchgeführt von Herbert (!) G., unter Umständen doch nicht so unspannend wäre.
Und eins noch: Was sich Kulturhaupstatt-Vorstadt Dortmund da gerade wieder leistet, zeigt, welchen Rang Kunst in dieser Gegend hat. Da baut man mit dem FZW eine neue (!!!) Location für die Popmusik und anstatt damit mal richtig auf die Kacke zu hauen (wo gibt es so was schon?) und sich zu freuen, zwei Hallen mit wirklich gutem (dem Stellenwert dieser Kunst angemessenem) Sound zu haben, kritisiert man kleinlich an der Beschaffung dieser Anlage herum. Peinlich. Aber: „Wer Kunst nicht mag, nennt sie Kultur“ (Antonius Röchte).
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